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Inter Mailand: Ein gefährliches Spiel

Inter Mailand: Ein gefährliches Spiel
Foto: Wikimedia Commons

Inter Mailand investiert in der laufenden Transferphase Unmengen in neue Spieler – doch nun muss Trainer Roberto Mancini liefern, ansonsten wird es für den Klub eng.

Nach Angaben der Gazzetta dello Sport ist Internazionale aktuell eine reine Verlustmaschinerie. Die zuverlässige italienische Sportzeitung hebte am Dienstag hervor, dass der Mailänder Klub in der Saison 2013/2014 102 Millionen Euro Verlust gemacht habe – in der Saison 2014/2015 seien es immernoch knapp 90 Millionen Euro gewesen.

Jovetic und Co. – Alles nur geliehen

Wie also kann sich der Klub nun Spieler wie Geoffrey Kondogbia, Jovetic oder einen Flop wie Xherdan Shaqiri leisten? Zumindest das Financial Fair Play spielt für die Nerazzurri keine große Rolle, denn der Klub qualifizierte sich in der vergangenen Spielzeit nicht für die Europa League. Doch auch mit Blick auf die kommenden Jahre müssen die Italiener ihre finanzielle Lage stabilisieren, wollen sie nicht auf Investor Erick Thohir und seine Finanzspritzen angewiesen sein.

Auch aus diesem Grund wurden lediglich Kondogbia und Jeison Murillo fest verpflichtet, während Miranda, Jovetic und Martin Montoya auf Leihbasis verpflichtet wurden. Der Vorteil: Etwaige große Zahlungen werden erst zur Saison 2016/2017 fällig – dann, wenn feststeht, ob sich der Champions-League-Sieger von 2010 wieder international beweisen darf.

Zanetti: „Wollen unbedingt zurück nach Europa“

Um dennoch schon in der laufenden Transferphase nicht zu misswirtschaften, müsste der Klub neben Shaqiri noch einen weiteren Spieler abgeben, der rund 10 bis 15 Millionen Euro einbringt. Hierfür hätte die Mannschaft von Trainer Mancini aber wohl auch bis zum Winter 2015 Zeit.

Auch Vizepräsident Javier Zanetti weiß das und forderte vollen Einsatz. „In Italien ist es nie einfach, aber wir wollen unbedingt nach Europa zurückkehren“, so der 42-Jährige. „Das wissen die Spieler und sie geben alles dafür.“

Sollte ihnen das nicht gelingen, müsste der Klub seine Juwele zur Saison 2016/2017 schon wieder verkaufen. Das würde dann nicht nur Superstars wie Mateo Kovacic und Mauro Icardi betreffen, sondern wohl auch die aktuell ausgeliehenen Spieler.

Die Nerazzurri nehmen an einem riskanten Spiel teil. Ab 23. August 2015, dem Saisonstart gegen Atalanta Bergamo, heißt es für sie deshalb alles oder nichts.

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