Werbung

Neapel mit dem goldenen Händchen

Neapel mit dem goldenen Händchen
Foto: imago Sportfotodienst

In der Winterpause hat der SSC Neapel mit Manolo Gabbiadini einen der stärksten Angreifer der Hinrunde nach Süditalien geholt. Der erst 23-Jährige ist Instinktfußballer und hat diesen in der laufenden Saison bereits mehrfach unter Beweis gestellt.

„Gabbiadini arbeitet hart an sich. Er muss sich in der Bewegung nach hinten noch verbessern, aber seine Stärke wird immer das Anlaufen der Viererkette sein. Das macht er herausragend“, so Trainer Rafael Benitez nach dem 3:1-Sieg gegen Udinese Calcio. „Es gab keine Diskussionen hinsichtlich der Verpflichtung von Manolo, wir waren uns alle einig“, stellte der Spanier noch am gleichen Abend im Gespräch mit Sky Italia klar.

Gabbiadini ist bei Napoli eingeschlagen. Nach Kurzeinsätzen in seinen ersten Wochen traf er nun in drei aufeinanderfolgenden Partien und holte sich bei WhoScored zumindest gegen Chievo eine Bestnote ab (8.53), während es gegen Udinese und bei der 1:3-Niederlage gegen Palermo trotz seiner Treffer nur zu einer Durchschnittsbenotung reichte.

Gabbiadini: „Es werden auch schwere Zeiten kommen“

Durch den jungen Italiener hat sich Neapel vor allem in der Breite verstärkt. Mit Lorenzo Insigne und Jose Callejon hat Benitez für sein 4-2-3-1 bereits ähnliche Spielertypen im Kader, aber Gabbiadini überzeugte zuletzt vor allem durch seinen Zug zum Tor und fügte sich so perfekt in das Spiel der Partenopei ein.

Der italienische Nationalspieler versteht sich mit seinen neuen Mannschaftskollegen so gut, dass es scheint, als sei er bereits die gesamte Saison bei Neapel gewesen und nicht erst in der Winterpause hinzugestoßen. Aber Gabbiadini weiß, dass es auch bei seinem neuen Abenteuer nicht nur feierliche Tage geben wird: „Im Moment läuft alles rund, aber es werden auch schwere Zeiten kommen“, relativierte der Youngster laut der Gazzetta dello Sport und gab sich entsprechend bescheiden.

Der Mann für die wichtigen Tore

Bei der Jagd auf die Champions League könnte er für Neapel noch enorm wichtig werden. Als gegen Palermo nichts funktionierte, kam Gabbiadini rein und erzielte zumindest einen Treffer. Gerade in wichtigen und engen Partien wusste der Angreifer in der laufenden Spielzeit zu überzeugen. Für die Sampdoria hatte er in der Hinrunde bereits bei den Remis‘ gegen Juventus und Udinese getroffen, beide Male zum ausgleichenden Endstand.

Zu Saisonbeginn hatte er gegen Torino, Genoa und Atalanta Bergamo das wichtige 1:0 erzielt, das in allen drei Partien den Sieg besiegelte. Gegen Chievo Verona war ihm für Neapel bereits das gleiche gelungen, sein Treffer zum 2:1 war der entscheidende.

Gabbiadini ist noch jung und hat Potenzial, das von Benitez ausgeschöpft wird. Auch Italiens Nationaltrainer Antonio Conte wird das freuen, denn andernorts schwächeln die italienischen Stürmer und müssen sich im schlimmsten Fall langfristig mit einem Platz auf der Bank begnügen – siehe Ciro Immobile bei Borussia Dortmund.

Am Donnerstag gastieren die Süditaliener bei Trabzonspor, anschließend gastiert Sassuolo in Neapel. Keine leichten Aufgaben, aber wenn Gabbiadini erneut glänzt, sind Tore garantiert.

Mehr:
Antonio Conte bei Tottenham: „Bin beeindruckt“
Paul Pogba und sein Sponsorenproblem

Werbung