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Klose: Reicht Milan als Aufbaugegner?

Klose: Reicht Milan als Aufbaugegner?
Foto: imago Sportfotodienst

„Miroslav Klose ist zurück“ – so oder so ähnlich lauteten am Samstag viele Schlagzeilen in Deutschland und Europa. Aber reicht dem Weltmeister und WM-Rekordtorschützen ein derzeit schwaches Milan als Aufbaugegner? In der Serie A werden von Klose und die Biancocelesti nun mehr gefordert – zumal Toptorjäger Filip Djordjevic drei Monate ausfällt.

Die Schockdiagnose erfolgte bereits am Abend nach dem 3:1-Sieg gegen Milan. Der 27-jährige Serbe, der in der Liga bislang sieben Treffer erzielt hat, fällt mit einem Knöchelbruch voraussichtlich bis Anfang Mai aus. Im 4-3-3 von Stefano Pioli könnte Klose seinen Stammplatz also kampflos zurückgewonnen haben, auch wenn die Gala gegen die Rossoneri ihn bereits in eine gute Position gebracht hat.

Die Lobeshymnen in der Presse dürften Fans des Goalgetters gefallen, aber beweisen muss sich der mittlerweile 36-Jährige dennoch weiterhin. Nicht etwa nur am Dienstag im Pokal erneut gegen Milan, sondern vor allem in der Liga im erbitterten Kampf um die Champions League.

Klose muss langfristig Leistung bringen

Der SSC Neapel, Sampdoria Genua und der AC Florenz liefern sich mit den Hauptstädtern einen Wettstreit im Kampf um den dritten Platz in Italien, der nur die Champions-League-Qualifikation, nicht den direkten Einzug bedeutet.

Klose muss also seine alten Torjägerqualitäten über mehrere Wochen und Monate hinweg unter Beweis stellen. Das war ihm zuletzt nicht gelungen. Trainer Pioli hatte auf Djordjevic gesetzt und auch Brasilien-Youngster Felipe Anderson sorgte dafür, dass Weltmeister Klose zumeist auf der Bank Platz nahm.

Von Vorteil könnte für ihn sein, dass die Last bei den Laziali auf mehreren Schultern verteilt ist. Stefano Mauri, Marco Parolo und Anderson treffen regelmäßig und dürften Druck von Klose nehmen.

Der Italien-Legionär selbst hatte erst kürzlich mehr Einsatzzeit gefordert: „Um in einen Topzustand zu kommen, benötige ich zwei, drei Spiele am Stück“, sagte Klose der Welt am Sonntag Ende Dezember: „Wenn ich aber nur maximal eine Hälfte zum Einsatz komme, genügt das nicht. Da fehlt der Rhythmus.“

Nun ist seine Zeit gekommen. Klose wird seine Chance bekommen – nur dass er jetzt den Rhythmus finden muss, komme was wolle.

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