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Titelanwärter: Roma „auf dem richtigen Weg“

Titelanwärter: Roma „auf dem richtigen Weg“
Foto: imago Sportfotodienst

Highlights

In der Saison 2013/2014 verpasste der AS Rom den Scudetto in der Serie A. Eine Remis-Serie zum Ende der Hinrunde hatte dafür gesorgt, dass die Hauptstädter nach einem intensiven Kopf-an-Kopf-Rennen plötzlich abgeschlagen waren. In der laufenden Spielzeit wirkt die Roma deutlich stabiler und könnte der Alten Dame bis zum Schluss Paroli bieten.

Schon 2014 hatte sich die Roma ob des plötzlich so großen Rückstands nicht etwa aufgegeben, sondern bis zum drittletzten Spieltag auf einen Ausrutscher des italienischen Rekordmeisters gewartet – vergeblich. Aber Trainer Rudi Garcia, der die Roma in seinem ersten Jahr in die Champions League geführt hat, hat dazugelernt und macht in seiner erst zweiten Saison bereits alles besser.

Benatia-Abgang verdaut: Roma bleibt hinten dicht

Dabei verlor man im Sommer mit Medhi Benatia einen wichtigen Baustein der Defensive an den FC Bayern München. Garcia holte allerdings mit Konstantinos Manolas für wenig Geld einen ebenbürtigen Ersatz mit enorm viel Potenzial. In 17 Ligaspielen kassierten die Giallorossi nur elf Gegentore – einzig Juventus ist in dieser Kategorie bislang besser.

Sperre für Juan Jesus: Inter in Verteidiger-Not

Dass die Roma nach der Hinrunde nur einen Punkt Rückstand auf den großen Rivalen aus Piemonte hat, liegt auch an der hinzugewonnenen und durch die Dreifachbelastung bedingte Effizienz. Auswärts bei Udinese Calcio reichte am 17. Spieltag ein Treffer zum Sieg, wie zuvor schon in Genua. Anders als 2013/2014 gehen diesmal also vor allem die engen Spiele letztendlich an den Titelanwärter aus der Hauptstadt – damit hat der Franzose Garcia, der mit Lille in Frankreich 2010 bereits das Double geholt hat, das größte Manko aus der Vorsaison beseitigt. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, erklärte er deshalb auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie gegen die Friuli.

Die Last auf den Schultern verteilt

Zusätzlich ist es dem Coach gelungen, vor allem in der Offensive die Last besser auf den Schultern der Spieler zu verteilen. Vor allem hierdurch sind torlose Remis‘ seltener geworden. Adem Ljajic ist effektiver geworden als noch in der Vorsaison.

Sechs Tore, bester Goalgetter: Adem Ljajic

Mit sechs Toren bester Goalgetter der Roma: Adem Ljajic

Mit Juan Iturbe steht Garcia ein Spieler zur Verfügung, der bislang zwar selten durch Tore geglänzt hat, mit seinen Läufen aber Gegenspieler auf sich zieht und damit Räume für seine Teamkameraden öffnet. Außerdem darf der Trainer Kevin Strootman zurückbegrüßen: „Er ist wie ein Neuzugang“, ließ Garcia deshalb unlängst verlauten.

Am hervorragenden Angriffsspiel der Römer hat sich indes nichts geändert – sie bleiben damit eine Mannschaft, die den Fans eine Show bietet.

Juventus schwächelt: Die große Chance

Tatsächlich schwächelt aber auch Juventus: Unter Antonio Conte hatten die Turiner 2013/2014 am 17. Spieltag bereits 46 Punkte, sechs mehr als in der laufenden Saison unter Massimiliano Allegri.

Bekommen Rudi Garcia und die Roma also keine kalten Füße, kann es 2015 im italienischen Titelrennen richtig spannend werden. Das wiederum würde der gesamten Liga gut tun. Am kommenden Sonntag folgt das Spitzenspiel gegen Lazio – es könnte wegweisend sein.

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