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Foto: imago Sportfotodienst

Die besten Udinese-Deals der letzten 20 Jahre

Udinese Calcio ist seit jeher als Schmiede bekannt, die Spieler günstig holt, ihnen zum Durchbruch verhilft und sie dann teuer wieder verkauft. In der Serie A halten sie sich dennoch seit Jahren im oberen Drittel und nehmen dabei über die Jahre hinweig Millionen ein. Calcio Total stellt Euch die besten Udinese-Deals der letzten 20 Jahre vor (Ablösesummen: transfermarkt.de).

Alexis Sanchez – Gewinn: ~ 23 Millionen Euro

Mittlerweile zaubert Alexis Sanchez für Arsenal, doch der Chilene überzeugte nach seinem millionenschweren Wechsel bereits im Trikot des FC Barcelona und bei der WM 2014 für seine Nationalmannschaft.

Unter Francesco Guidolin ragte Sanchez 2011/2012 gemeinsam mit Antonio Di Natale, Kwadwo Asamoah und dem heutigen Bayern-Star Mehdi Benatia heraus. Seine zwölf Tore und zehn Assists halfen Udine auf Platz drei – ohne ihn verpassten die Friuli dann aber gegen Arsenal die Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase.

Marcio Amoroso – Gewinn: ~ 20 Millionen Euro

1996 kam Marcio Amoroso, der spätere Dortmunder, von Flamengo nach Italien. Die Ablösesumme ist unbekannt. Als Sturmpartner von Oliver Bierhoff lebte er sich schnell ein und holte 1999 die Torjägerkanone der Serie A, bevor er für rund 28 Millionen Euro zu Parma wechselte. Einer der besten Deals, den Udinese je zustande gebracht hat. Parma verkaufte den Brasilianer anschließend mit einem Verlust von rund drei Millionen Euro nach Dortmund, wo er sich 2002 die Torjägerkrone aufsetzte und Deutscher Meister wurde.

Juan Cuadrado – Gewinn: ~ 18 Millionen Euro

Juan Cuadrado gehörte zu den Kolumbianern, auf die bei der WM 2014 alle Augen gerichtet waren. Der Kolumbianer hatte in der Saison 2013/2014 mit dem AC Florenz für Furore gesorgt und war Gerüchten zufolge ins Visier von Manchester United und dem FC Barcelona geraten. Dass Cuadrado von Udinese nach Italien geholt wurde, ist dabei den wenigsten bewusst.

Juan Cuadrado

Juan Cuadrado, AC Florenz (imago)

Wahrscheilich vor allem, weil die Friuli diesmal bei der Ausbildung des Akteurs eine untergeordnete Rolle gespielt haben. 2009 kam der damals 21-Jährige in die Serie A, wurde anschließend an Lecce und später die Fiorentina ausgeliehen. Cuadrado überzeugte die Viola so sehr, dass die Vereinsführung 20 Millionen Euro für die feste Verpflichtung hinblätterte – ein ordentliches Geschäft für beide Parteien.

Stefano Fiore – Gewinn: ~ 15 Millionen Euro

Stefano Fiore ist nur einer von vielen Angreifern, die in Udinese enorm an Marktwert gewonnen haben. Während Marcio Amoroso 1999 zu Parma wechselte, holte Udinese Calcio im Gegenzug Fiore für knapp zehn Millionen Euro, obwohl er für Parma vor dem Tor nur selten erfolgreich gewesen war. Bei den Friuli war er zwei Jahre lang unumstrittener Stammspieler und erzielte 18 Tore. Lazio ließ sich die Chance nicht nehmen und holte den damals 26-Jährigen für 25 Millionen Euro in die italienische Hauptstadt. Drei Jahre später bekamen sie für den Italiener immerhin noch 17 Millionen Euro von Valencia.

Medhi Benatia – Gewinn: ~ 13,5 Millionen Euro

Auch Medhi Benatia ist nach seinem Millionentransfer weg von Udinese bereits weitergezogen. Heute spielt der Marokkaner für den FC Bayern München um die Champions League – der nächste Weltstar, mit dem erstmals Udinese richtig Geld gemacht hat. In Frankreich hatte sich der heute 27-jährige Benatia nie durchgesetzt, war von Olympique Marseille zweimal ausgeliehen worden und wechselte anschließend ablösefrei zu Clermont, zwei Jahre später wiederum ablösefrei zu Udinese – ein Knallergeschäft! Drei Jahre lang verhalf er den Friuli zu Erfolgen, bevor er für 13,5 Millionen Euro zum AS Rom wechselte.

Oliver Bierhoff – Gewinn: ~ 11 Millionen Euro

23 Jahre alt war Oliver Bierhoff, als er nach Italien zu Inter Mailand wechselte. Die Nerazzurri liehen ihn in die zweite Liga zu Ascoli Calcio aus, wo er sich mäßig machte. 1995 folgte der Wechsel zu Udinese Calcio – eine schlappe Millionen ließen die Italiener ihn sich kosten, doch sein Potenzial hatten sie wahrlich erkannt. Bierhoff gelang der Durchbruch: In seiner ersten Saison für Udine gelangen ihm 17 Tore.

Oliver Bierhoff, DFB-Manager

Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalmannschaft (imago)

Bundestrainer Berti Vogts nahm ihn mit zur Euro 1996 nach England, wo er im Finale zum Matchwinner avancierte und das legendäre Golden Goal zum Turniersieg erzielte. Zu jenem Zeitpunkt hatte sich der Marktwert des dann schon 28-Jährigen bereits vervielfacht. 1998 wurde er im Trikot der Friuli Torschützenkönig der Serie A und wechselte anschließend für über zwölf Millionen Euro zum AC Mailand.

David Pizarro – Gewinn: ~ 11 Millionen Euro

David Pizarro war einer der ersten Südamerikaner, mit dem Udinese in den vergangenen 20 Jahren viel Geld gemacht hat. Die Friuli holten ihn 1999 aus Chile in die Serie A. Nach einer mageren ersten Saison verlieh die Klubführung ihn zurück nach Chile. Bereits in der Folgesaison bestritt er für Udine 31 Pflichtspiele in der Serie A – drei Jahre lang spielte er für die Norditaliener auf höchstem Niveau, bevor Inter Mailand ihn für 13 Millionen Euro in die Lombardei holte.

Thomas Helveg – Gewinn: ~ 8,5 Millionen Euro

Ablösefrei kam Thomas Helveg 1993 im Alter von 22 Jahren von Odense nach Italien. Lange zeigte sich der Rechtsverteidiger von seiner besten Seite, bevor der AC Mailand auf ihn aufmerksam wurde, ihn zunächst auslieh und anschließend für 8,5 Millionen Euro fest verpflichtete. Für die Rossoneri absolvierte er anschließend 137 Partien – mehr als für jeden anderen Klub in seiner Karriere.

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